Antimaterie
ist ganz schön explosiver Stoff. Wissenschaftlich gesehen ist sie das
Gegenteil der normalen Materie, aus der wir und alles um
uns herum bestehen. Jede Teilchenart in der Natur, so wird vermutet, hat
ihr eigenes Antiteilchen,
das mit der entgegengesetzten Ladung ausgestattet ist. Die
auf rein theoretischen Überlegungen
von Wissenschaftlern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beruhende
Antimaterie hat schnell die Aufmerksamkeit der SF-Szene auf
sich gelenkt, weil man davon ausgeht, dass eine Reaktion zwischen Materie
und Antimaterie
hundertmal mehr Energie (pro Treibstoffmasse) freisetzt als
die stärkste
Kernreaktion. "Star Trek" ist wahrscheinlich das augenfälligste
Beispiel für die einfache Nutzung von Antimaterie in Science-fiction.
Die Raumschiffe der Föderation verwenden Antimaterie-Vorräte als
Treibstoffquelle, aus der sie die Materie/Antimaterie-Reaktion
für
den Antrieb speisen.
Antimaterie wurde zuweilen ganz einfach
als fortschrittlichste Form des Raketentreibstoffs gesehen
wie z.B. bei den Antimaterieraketen-Raumschiffen
in Peter F. Hamiltons "Armageddon-Zyklus" (engl. "Night's
Dawn Trilogy", 90er Jahre). In anderen Fällen wurde Antimaterie
als natürliche Nachfolgerin von Kernreaktoren und Energiequelle der
Zukunft
betrachtet. Als Hauptbeispiel sei das "Raumschiff Enterprise" aus
der Fernsehserie
"
Star Trek" der 60er Jahre (und die Anschlussserien und Filmversionen)
genannt. Die "Enterprise" besaß einen Zentralreaktor, der
das gesamte Raumschiff versorgte und mit einer Mischung von Materie und
Antimaterie gespeist wurde, die genügend Energie lieferte, um überall
dorthin zu gehen, wo noch kein Mensch gewesen ist.
Einige SF-Autoren haben sogar "Was wäre wenn-Fragen" über
Antimaterie Einige SF-Autoren haben sogar "Was
wäre wenn-Fragen" über Antimaterie gestellt. In seinem Buch "
Traces" ist Stephen Baxter dem Gedanken nachgegangen, dass es im All
womöglich Antimaterie in Form von großen "Anti- Eisbrocken" gibt,
die man anbohren und mit großen Mengen normalen Wassers vermischen
könnte,
um, wie es in der Geschichte erwähnt wird, eine Menge Wasserdampf
zur Energieerzeugung zu erhalten.