Besiedelung des Weltraum

Besiedelung anderer Planeten

Die Besiedelung anderer Planeten ist in der Science-fiction ein geläufiges Thema. Zahlreiche Geschichten beschreiben, was geschieht, wenn in einer Siedlung etwas schief geht-etwas, was man nicht vergessen sollte! Einige der geschilderten Rettungsmethoden sind erschreckend einfach und mit heutigen Mitteln möglich, aber großen Erfolg versprechen sie nicht. Manche dürften sich erst in einigen Jahren anwenden lassen.

Das realistischste Verfahren für die Besiedelung unseres Sonnensystems ist in Stephen Baxters Roman "Titan" (1997) beschrieben. Mit einem amerikanischen Raumtransporter, zwei alten Apollo-Kommandomodulen und einigen angekoppelten Zusatzgeräten fliegen fünf Wissenschaftler zum größten Saturnmond Titan. Dies ist zwar nicht die sicherste und wirksamste Methode zur Besiedelung des Weltraums, aber sie hat den Vorteil, dass sie schon jetzt realisierbar ist. Ein anderes naheliegendes Siedlungsunternehmen schildert David Drake in seinem Buch "Surface Action" (1990). Er beschreibt eine Methode zur Besiedelung der Venus durch "Terraformung". Mit Hilfe kleiner Asteroiden und Kometen wird die Atmosphäre der Venus verändert und mit irdischem Leben (Bakterien, Algen usw.) besamt. Ein Roman, der ausschließlich von Besiedelung und den damit verbundenen Schwierigkeiten handelt, ist "Heorots Vermächtnis" (engl. "Legacy of Heorot", 1987) von Larry Niven, Jerry Pournelle und Steven Barnes. Er enthält ausführliche Beschreibungen und logische Begründungen für die von den Siedlern angewandten Verfahren und Geräte.

Die Errichtung von Siedlungen im Weltraum wird kein
leichtes Unterfangen sein. Aber die Notwendigkeit, unseren Lebensraum - auszudehnen, und die
Möglichkeit, das Überleben der Menschheit zu sichern, lassen uns zu dem Schluss gelangen, dass wir im Weltraum siedeln müssen. Allerdings wird man die Siedler großzügig ausstatten und unterstützen müssen, damit ihr
Unternehmen gelingt.

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