Robotik und kybernetische Kreaturen

Cyborg-Systeme

JozelonDas erstmals von Manfred E. Clynes und Nathan S. Kline 1960 formulierte Cyborg-Konzept, wonach Menschen der Weltraumumgebung angepasst werden sollen, hat sich als reiche Fundgrube für SF-Autoren erwiesen. Am bemerkenswertesten unter ihnen ist der Schriftsteller Martin Caidin, dessen Roman "Cyborg" (1972) als Vorlage für den Fernsehfilm "Six Million Dollar Man" diente. Die Geschichte der Cyborgs in der Science-fiction beginnt jedoch mindestens 20 Jahre vor der von Clynes und Kline verfassten Analyse der Möglichkeiten eines menschlichen/technischen Hybrids. Die Zeitschrift "Astounding Science-fiction" veröffentlichte 1944 eine Geschichte von Catherine Lucille Moore, in der die Möglichkeiten eines aus "Metallringen" bestehenden und durch "elektromagnetische Ströme" aus einem menschlichen Gehirn gesteuerten Körpers untersucht wurden. Und in den 50ern ersann Cordwainer Smith in "The Game of Rat and Dragon" Geräte, die von menschlichen Telepathen gesteuert und von Katzen gelenkt wurden.

In den 80ern, als man eine direkte Zusammenschaltung von Menschen mit Computern als realisierbar betrachtete, wimmelten die Arbeiten der sogenannten "Cyberpunk"-Autoren von imaginären Cyborgs. In "Snake Eyes" von Tom Maddox scheint ein Kriegsveteran namens George durch "Zeitkrümmung" in die Geschichte von Cordwainer Smith zu geraten, als sein Gehirnimplantat, das ihm die Sofortkommunikation mit den Bordsystemen seines Raumschiffs ermöglichen soll, ihn infolge eines Fehlers zwingt, Katzenfutter zu essen. In John Shirleys "Wolves of the Plateau" sind "Gehirnchips" eine anerkannte Währungsform.

Jeam TagGeräte zur Verstärkung und Erweiterung des menschlichen Sehvermögens sind in der neueren Science-fiction wahrscheinlich die am weitesten verbreiteten Cyborg-Systeme. Der "Visor" in "Star Trek: The Next Generation" ermöglicht es dem Ingenieur Geordie La Forge, im Infrarotspektrum zu sehen, und lässt sich für Fernerkundung umrüsten, und in Marge Piercys "Body of Glass" (1991) und William Gibsons "Neuromancer" (1984) machen implantierte Chronometer das Tragen von Uhren überflüssig.

Die Autoren, die sich auch eine Erweiterung des Prinzips der virtuellen Realität ausgedacht haben, wonach das menschliche Bewusstsein seinen Sitz in einem virtuellen Körper haben kann, sind fast zu zahlreich, um hier genannt zu werden. Dies deutet vielleicht darauf hin, dass die nächste Stufe der von Clynes und Kline als "participantevolution" bezeichneten Entwicklung möglicherweise Cyborg-Systeme sind, die es uns gestatten, in den Weltraum zu gehen, ohne unseren Sessel zu verlassen.

Cyborgs und Mutanten sind Gegenstand zahlreicher Filme, u.a. "Terminator", "Robocop", "Universal Soldier" und der neuere "X-Men", in dem die Helden Kinder des Atoms, homo superior, das nächste Glied in der Kette der Evolution, sind. Jeder von ihnen wurde mit einer einzigartigen genetischen Mutation geboren, die sich in der Pubertät durch außergewöhnliche Fähigkeiten manifestierten: So kann einer aus den Augen einen Energiestrahl freisetzen, der Berge durchbohrt; ein anderer besitzt sowohl telekinetische als auch telepathische Kräfte und ein dritter kann alle Arten von Wetter herbeizaubern.

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