Antriebstechniken

Nuklearer Detonationsantrieb

Der nukleare Detonationsantrieb, der seinen Ursprung in der Kernwaffenforschung hat, könnte sich als überaus nützlich zur Erzielung der hohen Beschleunigung von interstellaren Raumschiffen erweisen. Seine Anwendung ist einfach: Alle paar Sekunden wird eine Kernspaltungsbombe vom Raumschiff abgesetzt und in kurzem Abstand dahinter gezündet. Das Raumschiff ist mit einer riesigen Prall- und Schutzplatte ausgestattet, die die verdampften Explosionsrückstände auffängt.

Der "atomare Antrieb" war in der Science-fiction der 30er Jahre gang und gäbe, aber es scheint, dass Stanislaw Lern und Frederick de Hoff mann 1944 die ersten ernsthaften Untersuchungen über einen atomaren Antrieb für den Raumflug angestellt haben. Diese Untersuchungen
gipfelten in dem Projekt "Orion", bei dem ein Prototyp- Fluggerät bei einem 1959 in den Vereinigten Staaten durchgeführten Bodentest durch sechs Detonationen auf 100 m Höhe emporgeschossen wurde. Zu einer Zeit, als
die USA sich bemühten, einen Mensch auf den Mond zu befördern, hatten SF-Autoren und
eine Gruppe vorausschauender Ingenieure die Antriebstechnologie für interplanetare und sogar interstellare Flüge entworfen. Das Projekt wurde später aus politischen Gründen aufgegeben.

Diese Technologie könnte man abwandeln, indem man andere Treibsätze verwendet, z.B. durch Magnetfelder oder Masseantrieb beschleunigte nukleare Teilchen. Durch Bereitstellung von Treibsätzen entlang der Flugbahn des Raumschiffs ließe sich die Startmasse drastisch verringern.

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