Sonstige Technologien

Persönliche Transportmittel

Walter PoppEiner der großen SF-Träume ist, die Schwerkraft zu überwinden. Sie hat uns so lange an die Erde gefesselt, und auch jetzt noch ist die Kraft, die erforderlich ist, um die Anziehungskraft der Erde oder eines anderen Himmelskörpers zu überwinden, der Faktor, der die
Raumfahrt so schwierig und kostspielig macht. R.L. Forward - in seinem 1995 erschienen Buch "Any Sufficiently Advanced Technology is Indistinguishablefrom Magic" - und H.G. Wells führten das Thema Antischwerkraft in die Science-fiction ein. Antischwerkraft ist ein Allgemeinbegriff zur Bezeichnung der Beeinflussung der Schwerkraft massereicher Körper (z.B. Planeten). In seinem Buch "Die ersten Menschen auf dem Mond" (engl. "First Men in the Moon") spricht H.G. Wells von der Idee, das Schwerefeld der Erde mit Hilfe eines "Cavorite" genannten neu erfundenen Stoffs abzuschirmen.

In der Science-fiction findet eine große Vielfalt von persönlichen Transportmitteln Verwendung: von Antischwerkraftgeräten, die den Effekten der Schwerkraft auf Körper entgegenwirken, bis zum Schneller-als-Licht-Transport und Teleportieren. In den vor Mitte des 19. Jahrhunderts verfassten "Fantastic Voyages" dienten praktisch alle Transportarten der Erleichterung der Fortbewegung. John Wilkins, der von neuartigen Transportmitteln träumte, hatte in seinem Buch "Mathematicall Magick" (1648) Unterseeboote, Flugapparate und Landjachten ausführlich besprochen. Konzepte wie die Weltraumkanone in Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" (1865-70) und der Antischwerkraftapparat in H.G. Wells1 "The First Men in the Moon" (1901) wurden heftig erörtert. In "Air Wonder Stories" hat H. Gernsback im Jahr 1929 dieses Thema behandelt. In "Star Trek" überwindet der Heisenberg-Kompensator auf rätselhafte Weise die Schwierigkeit.

CizanoDas mit Überlichtgeschwindigkeit fliegende Raumschiff war vor dem Ende der 20er Jahre aufgekommen, ebenso wie das Non-plus-ultrader persönlichen Transportmittel, nämlich derAntischwerkraftgürtel in den Buck-Rogers-Stories von Philip Francis Nowlan. Nach der Relativitätstheorie hat die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze: Ganz
gleich, wie Körper ihre Geschwindigkeit zu einander ändern, die Summe ihrer Geschwindigkeiten kann niemals die absolute Konstante c, d.h. die Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum, übersteigen. Mit Schneller-als-Licht-Antrieben ließen sich die Probleme der Generationen-Raumschiffe so einfach vermeiden, dass viele SF-Autoren sich an die Hoffnung klammern, dass die Relativitätstheorie vielleicht irgendwo ein Schlupfloch hat. "Faster than Light", eine 1976 von Jack Dann und George Zebrowski herausgegebene Anthologie, enthält außer Geschichten mehrere Essays, in denen diese These hartnäckig verfochten wird. Eine kleine Rakete, wie im Comic-Strip und Kinofilm "Rocketeer", die dem Helden schnelle Fortbewegung ermöglicht, ist bereits erprobt worden. Sie hat sich allerdings als ungeeignet erwiesen, weil das Manövrieren so kompliziert ist. Aber fliegende Autos wie in "Zurück in die Zukunft" hat man schon gebaut und sie funktionieren. Als Nächstes wird man die Verkehrsregeln an diese futuristischen Transportmittel anpassen müssen!

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