Einer
der großen SF-Träume ist, die Schwerkraft zu überwinden.
Sie hat uns so lange an die Erde gefesselt, und auch jetzt
noch ist die Kraft, die erforderlich ist, um die Anziehungskraft
der Erde oder eines anderen Himmelskörpers zu überwinden, der
Faktor, der die
Raumfahrt so schwierig und kostspielig macht. R.L. Forward
- in seinem 1995 erschienen Buch "Any Sufficiently Advanced Technology
is Indistinguishablefrom Magic" - und H.G. Wells führten das Thema
Antischwerkraft in die Science-fiction ein. Antischwerkraft
ist ein Allgemeinbegriff zur Bezeichnung der Beeinflussung
der Schwerkraft massereicher Körper (z.B. Planeten). In seinem Buch "Die
ersten Menschen auf dem Mond" (engl. "First Men in the Moon")
spricht H.G. Wells von der Idee, das Schwerefeld der Erde
mit Hilfe eines "Cavorite" genannten
neu erfundenen Stoffs abzuschirmen.
In der Science-fiction findet eine große Vielfalt von persönlichen
Transportmitteln Verwendung: von Antischwerkraftgeräten, die den Effekten
der Schwerkraft auf Körper entgegenwirken, bis zum Schneller-als-Licht-Transport
und Teleportieren. In den vor Mitte des 19. Jahrhunderts
verfassten "Fantastic
Voyages" dienten praktisch alle Transportarten der Erleichterung der
Fortbewegung. John Wilkins, der von neuartigen Transportmitteln
träumte,
hatte in seinem Buch "Mathematicall Magick" (1648) Unterseeboote,
Flugapparate und Landjachten ausführlich besprochen. Konzepte wie die
Weltraumkanone in Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" (1865-70)
und der Antischwerkraftapparat in H.G. Wells1 "The First Men in the
Moon" (1901) wurden heftig erörtert. In "Air Wonder Stories" hat
H. Gernsback im Jahr 1929 dieses Thema behandelt. In "Star Trek" überwindet
der Heisenberg-Kompensator auf rätselhafte Weise die Schwierigkeit.
Das
mit Überlichtgeschwindigkeit fliegende Raumschiff war vor dem Ende
der 20er Jahre aufgekommen, ebenso wie das Non-plus-ultrader
persönlichen
Transportmittel, nämlich derAntischwerkraftgürtel in den Buck-Rogers-Stories
von Philip Francis Nowlan. Nach der Relativitätstheorie hat die Lichtgeschwindigkeit
eine Grenze: Ganz
gleich, wie Körper ihre Geschwindigkeit zu einander ändern, die
Summe ihrer Geschwindigkeiten kann niemals die absolute Konstante c, d.h.
die Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum, übersteigen. Mit Schneller-als-Licht-Antrieben
ließen sich die Probleme der Generationen-Raumschiffe so einfach vermeiden,
dass viele SF-Autoren sich an die Hoffnung klammern, dass die Relativitätstheorie
vielleicht irgendwo ein Schlupfloch hat. "Faster than Light",
eine 1976 von Jack Dann und George Zebrowski herausgegebene Anthologie,
enthält außer Geschichten mehrere Essays, in denen diese These
hartnäckig verfochten wird. Eine kleine Rakete, wie im Comic-Strip
und Kinofilm "Rocketeer", die dem Helden schnelle Fortbewegung
ermöglicht, ist bereits erprobt worden. Sie hat sich allerdings als
ungeeignet erwiesen, weil das Manövrieren so kompliziert ist. Aber
fliegende Autos wie in "Zurück in die Zukunft" hat man schon
gebaut und sie funktionieren. Als Nächstes wird man die Verkehrsregeln
an diese futuristischen Transportmittel anpassen müssen!
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