Weltraum-Laser
gehören in der Science-fiction zu den Dingen, bei denen man genauer
hinsehen muss. Im SF-Genre wimmelt es nur so von Strahlenpistolen,
Laser-Waffen und Todesstrahlen. Aber hinter dieser fiktiven Waffengattung
verbirgt sich
eine Fülle kreativen Denkens, das auf die Nutzung von Laser-Strahlen
in der Raumfahrt gerichtet ist. Von der einfachen Verwendung
von Lasern für Kommunikationszwecke bis zum Einsatz riesiger planetenweiter
Laser zur Zerstörung von Weltraummüll oder zur Bearbeitung der
Oberfläche
eines Planeten oder Mondes haben die Schöpfer von Science-fiction ungezählte
Möglichkeiten zur Nutzung Laser-gestützter Geräte ersonnen.
Bei einer Variante des von Arthur C.CIarke in seinem Buch "The Wind
from the Sun" beschriebenen Sonnensegelkonzeptes wird anstelle des
Sonnenlichts ein Laserstrahl als Antriebsmittel für ein Lichtsegel
verwendet. Der hierfür erforderliche Lasertyp ließe sich auch
für die Übertragung von Energie zwischen zwei Punkten im Sonnensystem
einsetzen.
Das
beste Beispiel für die vielseitige Verwendung von Weltraum-Lasern in
Science-fiction ist wahrscheinlich die Phaser-Technologie aus der Fernseh-und
Kinofilmserie "Star Trek". Obwohl es sich offensichtlich um ein
Waffensystem handelt, dienen phasengesteuerte Laser auch als Wärmequelle
bei interplanetaren Missionen und werden dazu genutzt, um zur Rettung in
Notfällen Löcher in Wände zu schneiden und sogar Energie
zu anderen Orten zu übertragen. Dieses Beispiel zeigt, wie sich mit
einigen Überlegungen eine einfache Strahlenpistole tatsächlich
für -* viele andere Zwecke verwenden lässt.