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Terraformung des Mars

"Terraformung" ist der Prozess zur Veränderung des Mars-Klimas, um es erdähnlicher zu machen. Mit "A Princess of Mars" im Jahr 1917 beginnend, hat Edgar Rice Burroughs elf Romane geschrieben, in denen der Mars durch eine "Atmosphärenfabrik" bewohnbar gemacht wurde. Der erste moderne Roman über dieses Thema war Arthur C. Clarkes "The Sands of Mars" im Jahr 1952, in dem der Mars-Mond Phobos durch eine Kernreaktion in Brand gesetzt werden sollte, um den Mars zu erwärmen.

In Frederik Pohls Roman "Man Plus" (1976) und in seiner Fortsetzung "Mars Plus" (1994) sollen Menschen kybernetisch so modifiziert werden, dass sie auf dem Mars leben können. Diese Cyborgs werden durch Sonnenzellenflächen und von Satelliten abgestrahlten Mikrowellen mit Energie versorgt. Letztere könnte man auch bei künftigen Missionen zur Versorgung von Roboterfahrzeugen auf dem Mars verwenden. F. Pohl hat sich 1992 in "Mining the dort" noch einmal mit Terraformung befasst. In diesem Buch wird Wasser aus Kometen der Oortschen Wolke gewonnen. Während diese Wolke 6-15 Trillionen Kilometer entfernt ist, gibt es auch Wasser auf erdnahen Asteroiden und Kometen, die man mit Hilfe von Robotern erkunden könnte.

BoehmeEinen besonders fantastischen Plan hat Greg Bear 1993 in seinem Roman "Heimat Mars" (engl. "Moving Mars") geschmiedet. Mit einer "tweaker" genannten Maschine, die Materie auf Quantenebene bewegt, wird der Mars in ein anderes Sternsystem versetzt. Aber die kühnste Idee war Kim Stanley Robinsons Trilogie "Roter Mars/ Grüner Mars/ Blauer Mars" (engl. "Red Mars/ Green Mars/ Blue Mars", 1993 -1996), die den zeitlichen Ablauf der "synergetischen Terraformung" des Planeten beschreibt. Sie hat die Idee aufkommen lassen, dass es nur mit Hilfe vieler Technologien und durch massiven industriellen Aufwand gelingen kann, den Planeten zu verändern.

Als Antithese zu Robinsons Trilogie erschien 2000 der Roman "Weißer Mars" (engl. "White Mars") von Brian Aldiss, in dem die Vereinten Nationen "Terraformung" verbieten. In dem Buch ist die Rede von einem "Zubrin Reactor", in dem atmosphärisches Kohlendioxyd und gelagerter Wasserstoff zu Methan-Treibstoff und Sauerstoff umgewandelt werden. Mit der Namensgebung hat man Robert Zubrin und seinem Plan für kostengünstige Missionen zum Roten Planeten Ehre erwiesen.

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