Sonstige TechnologienVirtuelle Realität und Telepräsenz
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Virtuelle Realität, Telepräsenz und Fernbeobachtung werden als die verheißungsvollsten Mittel zur optischen Darstellung und Übertragung komplexer Informationen betrachtet. Angesichts der Tatsache, dass Weltraumaktivitäten per se solche Mittel erfordern, bietet die Science-fiction eine Fülle von Impulsen zur Entwicklung der entsprechenden Techniken. Die Erfahrung eines Teleoperateurs (z.B. eines medizinischen Spezialisten) könnte auf einen Roboter oder Menschen vor Ort übertragen werden, der von Kraftfeldern oder einem ferngesteuerten Ektoskelett geleitet wird. Ferngesteuerte Aktivitäten, wie z.B. Bergbau auf einer Mondbasis, werden häufig als "das Nächstbeste nach der tatsächlichen Präsenz" bezeichnet. Die Steigerung des sensorischen Input in den Operateur wird "verstärkte Realität" genannt; hierzu gehören z.B. die Messung physikalischer Eigenschaften wie Radioaktivität, die ein Mensch nicht wahrnehmen würde. Die hieraus erwachsenden Nutzeffekte sind offensichtlich, wo immer der Mensch in gefährlichen Milieus wie heißen Zonen in Kernkraftwerken, Tiefseebergbau usw. agieren muss. Ein Großteil solcher "Verstärkungen" dürfte nicht nur im Hardware-, sondern vor allem auch im Software-Bereich erfolgen. Virtuelle Realität lässt sich relativ einfach mit Künstlichen-Intelligenz-Systemen verarbeiten, die unnötige Informationen herausfiltern und als virtuelle Helfer in Erscheinung treten. Allerdings warnen manche Autoren vor den Gefahren, die erwachsen könnten, wenn man sich gänzlich auf "Virtuelle Verstärkte Realität" verlässt. In Gesellschaften, in denen moderne Produktionsbedingungen herrschen, stellt sich das gesamte Leben als eine immense Anhäufung von Schauspielen im weitesten Sinne dar: Alles, was unmittelbar gelebt hat, hat sich in eine Scheinwelt zurückgezogen.
Wenn es um Telepräsenz, Fernbedienung und virtuelle Realität im
allgemeinen geht wie in "Asteroid Man" von R.L. Fanthorpe (1960)
oder "Daily Life in the Year 3000" (1999) von Robert Sawyer, ist
die Begeisterung groß. Aber Telepräsenz und "fernvermittelte
Realitäten" bergen auch Gefahren in sich, die ebenfalls in der
Science-fiction erörtert werden. In "Gesellschaft des Spektakels" führt
Guy Debord eine Reihe von Gründen an, warum und wie Telepräsenz
und virtuelle Realität die Gesellschaft negativ zu beeinflussen beginnt.
Der SF-Film "Telepräsenz" dreht sich um die Leute eines kleinen
militärischen Außenpostens, von denen mehrere unter Tausenden
von Asteroiden verstreut sind. Die Gruppe bekämpft den Feind durch "telepresencing",
wozu sie ferngesteuerte Angriffsroboter einsetzt, die mit den Soldaten über
Implantate in der Hirnrinde verbunden sind. Irgendwann wird den Leuten bewusst,
dass ihre Implantate zu mutieren begonnen haben und sich beträchtlich
auf ihr Freizeitleben auswirken, was sich in gesteigerter Aggressivität äußert.
In der Kurzgeschichte "The Next Best Thing to Being There" beschreibt
Mike Combs das Problem einer Fernbetriebsbasis am Südpol des Mondes.
Die dort tätigen Teleoperateure, die Roboter mit Hilfe "verstärkter
Realität" betreiben, fallen durch erhöhte Aggressivität
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