Computer und KommunikationComputer zum Anziehen |
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Am Körper tragbare Computer sind für den Dialogverkehr bestimmte
Personalcomputer (PC) für Nutzer, die beweglich sein müssen und
die Hände frei behalten, Daten in hellem Sonnenschein und im Dunkeln
sehen und/oder eine weitestgehend ungestörte Sicht auf die Umgebung
behalten müssen, während sie Computer- oder Videodaten ablesen.
Dieses robuste ausfallsichere Computersystem wird mit einer Überkopfanzeige
ausgestattet, bei der das Bild auf die Innenfläche der Brillenlinsen
projiziert wird. Die Optik gewährt eine maximale Sicht auf die Umgebung,
während die Anzeige benutzt wird. Der "Körper-Computer" verfügt
auch über ein Stimmerkennungssystem mit integriertem Mikrophon. Zubehör
wie Armband- oder Taschen-Minitastaturen, aufroll- oder faltbare Tastaturen
und Datenhandschuhe kann ebenfalls verwendet werden. Ein solcher Computer
kann also wie Werkzeug, Kleidung und Brille getragen werden und je nach
Situation auf den Träger reagieren. Mit Überkopfanzeige, handlichem
Eingabegerät, persönlichen, drahtlosen Ortsnetzen und anderen
die Umgebung wahrnehmenden Kommunikationsmitteln kann der Körper-Computerais
intelligenter Helfer wirken, Es gibt mehrere Gründe, warum diese Computer erfolgreich sein werden. Vor allem ist es der Sex-Appeal. Filme wie "Matrix" und "Johnny Mnemonic" (der sich an eine Kurzgeschichte des SF-Autors William Gibson anlehnt) haben den Spiegelsonnenbrille und schwarzes Lederzeug tragenden asozialen Typ attraktiv gemacht. Zweitens ist es die in dem kleinen Kasten steckende Power, die entweder auf kleineren, schnelleren Chips oder auf der Tatsache beruht, dass man über das Internet oder das World-Wide Web Zugang zu Informationen an anderen Orten hat und somit über mehr Verarbeitungskapazität und eine höhere Produktivität verfügt. Das Raumschiff Enterprise aus "Star Trek" ist ein Beispiel hierfür. Das Raumschiff selbst ist das Netz und sämtliche Tricorder, Notizbücher, Kommunikationsplaketten und sonstige tragbare Geräte sind mit dem Hauptrechner des Raumschiffs vernetzt. Drittens wird ein am Körper tragbarer Computer bei abnehmenden Kosten eine nahtlose Integration zwischen Nutzer und Gerät ermöglichen. Die Kommunikationsplaketten aus "Star Trek" und "Babylon 5" werden bereits von den Fans der Fernsehshows getragen. Es gibt auch als Schmuck oder modisches Zubehör getarnte Kehlkopfmikrophone und Hörgeräte. Auch Tattoos sowie immer kleinere in Ohr- und Zungenpiercings und Halsketten verborgene Schaltkreise lassen sich für mobile Computer nutzen.
Wir nutzen bereits Mobiltelefone und andere kleine tragbare Geräte für die Kommunikation. Ein Körper-Computer würde die Kommunikation mit seiner Rechnerkapazität verknüpfen. Die alten Tricorder in der ursprünglichen "Star Trek"-Serie (1966-68) wären wie das Mobiltelefon. Die Kommunikationsplaketten, die in der neuen Serie "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Mine", "Star Trek: Voyager" und in J. Michael Straczynskis "Babylon 5" auf der Hand getragen werden, sind Beispiele für "Körper-Computer" für Kommunikationszwecke. Eines derfrühesten Beispiele stammt jedoch aus den 40er Jahren, als der Comic-Detektiv Dick Tracy mit Hilfe einer Zweiweg-Armbanduhr mit seiner Zentrale kommunizierte. In den 80ern wurde seine Uhr um eine Kamera erweitert, so dass er am Tatort Aufnahmen machen konnte, die er zur Zentrale übertrug. Heutzutage ist es nicht mehr außergewöhnlich, dass Armbanduhren mit Taschenrechner (mit Solarzellen), Fernsehschirm, Kamera oder GPS ausgestattet sind. In der Medizin wird man sich auch den am Körper tragbaren Computer zunutze machen. Auch hier kommt einem "Star Trek" mit dem Tricorder und den verschiedenen vom medizinischen Personal verwendeten tragbaren Geräten in den Sinn. Der Tricorder kann den Körper durchleuchten, die Untersuchungsdaten zum Rechner des Hauptschiffes übertragen und dann von dort Informationen für den behandelnden Arzt empfangen. Im holografischen Doktor in "Star Trek: Voyager" könnte man zumindest einen tragbaren Computer und auch eine künstliche Intelligenz sehen, ebenso in der Person "Seven of Mine". Eine der Anwendungen, auf die die Firma Blue Fire gegenwärtig hin arbeitet, ist für die der Medizin zuarbeitende Industrie bestimmt und kann diese Tricorder-Funktion nutzen, indem sie von Datenbanken, Krankenhäusern und Ärzten Audio- und Videodateien, die für lebensrettende Maßnahmen vor Ort nützlich sind, empfängt und an diese überträgt. Science-fiction
arbeitet auch in der Optik mit Computertechnologie. Im Kinofilm "The
Last Starfighter" werden die Aliens mit hydraulischen
Durchsichtoptiken gezeigt, die zurückschnellen, um volle Sicht zu ermöglichen.
Der Cyberpunk-Meister William Gibson hat diese Technologie
am besten veranschaulicht. In "Neuromancer" und "Mona Lisa
Overdrive" sind die
verspiegelten Sonnenbrillen häufig mehr als einfache Sehhilfen, und
in "Virtuelles Licht" (engl. "Virtual Light") stiehlt
Chevette Washington "eine harmlos aussehende Sonnenbrille." Doch
später heißt es: "Dies ist keine gewöhnliche Brille.
Was du durch diese High-Tech-Brille sehen kannst, kann dich
reich machen - oder dich umbringen." Die im Rahmen der SuperBowl und
der Olympischen Spiele ausgestrahlten TV-Werbefilme von IBM zeigen ein Acryl-Kästchen,
mit dem man den Computerbildschirm sieht. Blue Fire, Xybernaut
und viele andere Firmen für optische Geräte arbeiten an echten Überkopfanzeigen
für den Körper-Computer, wie sie schon in den Apache-Hubschraubern
und Luxuslimousinen, z.B. Cadillac, zum Einsatz kommen. | Inhaltsverzeichnis | Robotik und kybernetische Kreaturen | |
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